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Mamas Bitte

Mein Vater hatte sich extra für uns Urlaub genommen. Als wir am nächsten Morgen spät zum Frühstück herunterkamen, fanden wir daher in der Küche einen schön gedeckten Frühstückstisch vor. Papa war – wie wir – noch im Schlafanzug, hatte aber anscheinend schon gegessen. Zeitunglesend saß er auf Mamas Platz, nahe dem Herd. "Guten Morgen!", begrüßte er uns. Ich trat zu ihm und gab ihm einen Kuss. Er legte etwas verkrampft die Zeitung auf seinen Schoß. War es der Kuss, der ihn erregte, oder waren es meine Nippel, die sich (wie immer) deutlich unter meinem Nachtshirt abzeichneten? Sollte ich mich neben ihn setzen, um ihm für den Augenblick den Anblick meiner Nippel zu ersparen, oder lieber weiter weg, um ihn nicht durch meine Nähe zu erregen?

Ich setzte mich gegenüber hin, neben Reinhardt. "Mögt ihr Rührei zum Frühstück?", fragte Papa. Ich dachte an seinen Ständer und wollte verneinen, damit er nicht aufstehen müsste. Doch ehe ich zum Zuge kam, hatte Reinhardt schon bejaht: "Oh ja, vielen Dank. Eins für Sophie und zwei für mich bitte." Mein Vater stand unbeholfen auf, wandte sich rasch dem Herd zu und begann, dort zu hantieren. Als das Rührei fertig war, hatte er das Problem anscheinend in den Griff bekommen, jedenfalls servierte er es uns ohne sichtbare Erektion. Sicherheitshalber verabschiedete er sich dann aber: "Ich hab' schon gegessen. Jetzt lasse ich euch jetzt erstmal in Ruhe frühstücken und geh' schon mal ins Bad."

Nach dem Frühstück besuchten wir alle zusammen meine Mutter im Krankenhaus. Sie hatte ein schönes Einzelzimmer, so dass wir alle drei Platz hatten und uns unterhalten konnten, ohne jemanden zu stören. Mama freute sich sehr über den Besuch, besonders darüber, dass Reinhardt und ich mitgekommen waren, denn wir hatten uns ja einige Jahre lang nicht gesehen. Reinhardt berichtete ausführlich über unseren Alltag und die Urlaube der letzten Jahre. Manchmal hätte er sich dabei freilich fast verrannt und wäre auf schlüpfriges Swinger-Gelände geraten, wenn ich ihn nicht auf den 'rechten Weg' zurückgeführt hätte. Denn von unserer Swingerei, so hatten wir vereinbart, wollten wir meinen Eltern nichts erzählen.

Als wir nach fast zwei Stunden aufbrechen wollten, bat Mama mich, noch ein paar Minuten bei ihr zu bleiben. Sie habe mit mir noch etwas unter vier Augen zu besprechen, fügte sie flüsternd hinzu. "Reinhardt und ich warten dann in dem kleinen Park beim Haupteingang", meinte mein Vater, als er Abschied winkend die Tür zuzog.

Als die beiden weg waren, schaute meine Mutter mich eine Weile verlegen schweigend an. "Was ist denn?", fragte ich schließlich. "Du weißt doch, dass du mir alles sagen kannst. Ihr wollt euch doch hoffentlich nicht scheiden lassen?"

"Nein, absolut nicht. Im Gegenteil – wir lieben uns wie eh und je und haben bald mehr Sex als damals, als du noch zu Hause warst. Natürlich nicht nur miteinander. Seit du damals vorzeitig von der Klassenreise kamst, weißt du ja, dass Papa und ich swingen. Als Swinger braucht man sich nicht scheiden zu lassen – man hat gemeinsam mit seinem Partner alle Abwechslung, die man sich nur wünschen könnte."

Sie schwieg wieder eine Weile. Dann fuhr sie fort: "Ich entsinne mich noch gut, wie du mich damals, als du uns erwischt hattest, am nächsten Morgen getröstet hast. Das müsse mir nicht peinlich sein, sagtest du, und du würdest es vielleicht später auch mal probieren."

Wieder eine lange Pause. Dann: "Und? – Hast du?"

Ich schaute wohl etwas ratlos. "Hast du es ausprobiert?", präzisierte meine Mutter.

Ich nickte lächelnd: "Aber ja!"

"Und – wie wars?"

Ich warf den Vorsatz über Bord, meinen Eltern nichts von unserer Swingerei zu erzählen: "Es war nicht, es ist! Reinhardt und ich swingen fast seit wir uns kennen, und wir tun es immer noch am laufenden Band. Wir werden wohl auch nicht aufhören, ehe wir alt und grau sind. Und selbst dann … Anfangs haben wir uns immer wieder neue Paare gesucht. Mittlerweile haben wie einen ziemlich großen, sehr netten Kreis – von denen sich allerdings meist nur drei, höchstens vier Paare auf einmal treffen. Und vor allem haben wir einen kleineren, den 'engeren' Kreis, mit dem wir es ohne Gummi machen können, weil jeder sich verpflichtet hat, bei Kontakten mit Außenstehenden IMMER ein Gummi zu benutzen."

"So etwas hatte ich gehofft", unterbrach meine Mutter mich. "Ich meine nicht die Details (obwohl 'ohne Gummi schon interessant klingt) – ich meine, dass ihr überhaupt swingt. Lässt Reinhardt dich denn auch mal was alleine unternehmen?"

"Natürlich, wann immer ich es will." Ich erzählte Mama kurz, wie ich mir Alexander vorgenommen hatte [Sophie, Kap. 8]. Weitere Beispiele gab ich erstmal nicht – von dem LKW-Fahrer [Sophie 2, Kap. 10], meinem Dreier mit Werner und Wilfried [Sophie 3, Kap. 25] oder von meinem 'edlen Wilden' [ebda., Kap. 30] würde ich vielleicht später berichten, wenn es mir sinnvoll schien. Aber der Vollständigkeit halber ergänzte ich, dass ich manches auch ganz ohne Reinhardt unternähme, und dass auch Reinhardt natürlich auch gelegentlich 'fremd gehe', auch wenn er dazu zu unserem Bedauern seltener Gelegenheit habe als ich.

"Würdest du eventuell …", begann meine Mutter, unterbrach sich aber gleich. "Ich finde, dein Vater ist noch ein recht attraktiver Mann", fuhr sie stattdessen fort. "Meinst du nicht auch?"

"Unbedingt!", antwortet ich ohne Zögern. Und sichtlich potent, dachte ich weiter. Wenn Mama wüsste …

"Ich meine … könntest du dir vorstellen, mit ihm zu schlafen? So – jetzt ist es raus!"

Mir war nicht ganz klar, wie sie das meinte: "Soll ich? Oder fürchtest du, dass ich es tue?", fragte ich nach.

"Würdest du denn?"

"Wenn du es willst, dann mach ich es auf jeden Fall. Sehr gerne. Und wenn du nichts dagegen hast, dann wahrscheinlich auch. Gleich heute Abend. Reinhardt wird sich freuen. Der wollte mich gestern schon auf Papa ansetzen."

"Er verkauft dich doch nicht etwa?"

"Nein, nein, wo denkst du hin. Er hätte allerdings nichts dagegen, wenn ich es für Geld machen würde. Er schwärmt von der Vorstellung, mit einer Nutte verheiratet zu sein. Tatsächlich habe ich habe schon oft mit dem Gedanken gespielt, diesen pseudowissenschaftlichen Gender-Unfug an den Nagel zu hängen, meine akademische Karriere aufzugeben und in die Hurerei zu gehen."

Dass ich schon in meiner Schulzeit mit Sex (wenn auch nur mit Blasen) Geld verdient hatte, und dass Papa mich damals ahnungslos dafür bezahlt hatte, dass ich ihm (freilich inkognito) einen blies (und nicht nur einen), erwähnte ich nicht. Vor allem aber verschwieg ich, dass meine Überlegung, die 'akademische Karriere aufzugeben und in die Hurerei zu gehen' fast schon Realität geworden war [Mehr dazu im Frühjahr 2020 im künftigen Vögelfreunde-Band "Vera – Die Professionalisierung"]. Denn seit fast zwei Jahren arbeitete ich nebenberuflich für die Escort-Agentur meiner Freundin Vera, die – eigentlich Ärztin – zunächst ebenfalls nebenberuflich dort gearbeitet hatte, bis sie sie übernommen und ausgebaut hatte.

"Kind, Kind", schüttelte meine Mutter bedenklich den Kopf. "So frei ich dich erzogen habe, und so gut ich dich aufgeklärt habe: Du weißt, dass ich das nicht billigen kann. Ich hoffe sehr, dass du dir das nochmal überlegst. Aber wenn ihr immer wieder mit anderen Paaren rumvögelt, und wenn du sogar darüber nachgedacht hast, dich zu prostituieren – dann würde es dir doch sicher nichts ausmachen, Papa zu einem Swingertreffen zu begleiten?"

"Warum sollte mir das etwas ausmachen?", fragte ich. "Reinhardt wird auch gerne mitkommen. Und wenn wir euch das nächste Mal besuchen und du wieder gesund bist, dann können wir alle vier zusammen hingehen, als fröhliche Swingerfamilie."

"Das geht leider nicht. Ich meine, wir können schon gelegentlich zusammen hingehen, wenn ihr mögt. Aber Reinhardt kann nicht mitgehen, wenn du mit Papa … Können denn bei euch Einzelpersonen teilnehmen? Das ist es ja, warum ich dich darauf angesprochen habe: Bei uns sind nur Paare zugelassen."

"Selbst wenn ein Mitglied vorübergehend alleine ist? Das finde ich ganz schön ausgrenzend. Natürlich bilden auch bei uns Paare den Kern der Gruppe. Aber wenn ein Partner ausfällt, dann darf der andere trotzdem kommen. Außerdem sorgen wir nach Möglichkeit immer für einen gewissen Männerüberschuss, damit keine der Frauen zu kurz kommt. Aber das ist vielleicht eine Generationenfrage: In eurer Generation gibt es wahrscheinlich noch kaum Frauen, die selbständig auf Sex aus sind – fast so wie Männer? In unserer schon, und gerade in unserer Gruppe sind etliche versammelt. Da muss schon etwas geboten sein."

Wenn ein Vögelfreund vorübergehend alleine ist, dann gewähren andere Paare ihm auf Anfrage sogar außerhalb der allgemeinen Treffen Sex-Asyl. (Für Strohwitwen würden wir natürlich das Gleiche tun, aber das ist meines Wissens noch nicht vorgekommen.) Wer sich einsam fühlt, der ruft einfach ein Paar an und fragt, ob er zum Abendessen kommen kann. Danach wird meist eine Weile durcheinandergevögelt – wie bei unseren normalen Gruppentreffen auch. Manchmal schläft der Asylant danach sogar mit im Ehebett, vor allem, wenn alle noch Lust auf einen Dreier haben. Meist aber bekommt er das Gästezimmer. Oft bleibt die Frau noch für einen Teil, zuweilen aber auch für die ganze Nacht bei dem Gast. Vor allem, wenn der Ehemann früh aufstehen muss, Frau und Gast aber nicht." Ich überlegte, ob ich noch vom Geschlechter-Ungleichgewicht beim Bienenkönigin-Ritual berichten sollte, aber auch das verschob ich auf später.

"Und übermorgen ist so ein Treffen?", fuhr ich fort. "Papa hat bei unserer Ankunft angedeutet, dass 'ausgerechnet' da irgendetwas stattfindet, wo er nun wohl nicht hinkann. Natürlich gehe ich mit. Auch alleine. Reinhardt hat sicher nichts dagegen. Er erbaut sich an meinem Fremdvögeln auch dann, wenn er nicht dabei sein kann."

"Ja, übermorgen. Wäre es ein normales Treffen, dann wäre für Papa gar kein Problem, es einfach ausfallen lassen. Aber diesmal wird zum ersten Mal nach längerer Zeit wieder ein Novizenpaar erwartet, und Papa freut sich schon seit Wochen auf das Initiationsritual. Es wäre wirklich ein Jammer, wenn er die Sitzung verpassen würde."

Gerne hätte ich gefragt, was das denn für ein Ritual sei. Aber ich hatte die anderen schon viel zu lange warten lassen. Im Übrigen würde ich es ja erleben, oder Papa würde es mir erzählen. Ich verabschiedete mich von meiner Mutter und stieß zu den anderen. Wir machten einen schönen Ausflug an die See.

Den ganzen Tag über dachte ich immer wieder darüber nach, wie ich meinen Vater am besten verführen könnte. Denn natürlich könnte ich nicht einfach sagen: "Übrigens, Papa: Ich vertrete morgen Mama und geh' mit dir zur Swingerparty." Oder: "Hallo Papa: Mama hat vorgeschlagen, dass ich morgen mit dir zum Rudelbumsen gehe. Das ist doch eine gute Idee, findest du nicht?"

Nein – ich müsste ihn zuvor verführen, müsste mit ihm schlafen. Auf jeden Fall müsste ich wenigstens einmal mit ihm geschlafen haben, bevor wir uns zur großen Vögelrunde aufmachten. Und wenn er gar nicht wollte? Schlimmstenfalls müsste ich ihm doch von unserer 69-Geschichte erzählen, ihn zu seinem eigenen Glück sozusagen erpressen. Aber er hatte ja damals auch gesagt, dass er überhaupt keine grundsätzlichen Bedenken habe, mit seiner Tochter zu schlafen, sondern nur fürchtete, sie würde ihn aus Altersgründen nicht als Vögelpartner akzeptieren.

Erst als ich gegen Mitternacht mit Reinhardt im Bett lag und wir nach dem Ficken in zärtlicher Umarmung lagen, berichtete ich ihm von dem Gespräch mit meiner Mutter. Sonderbarerweise überraschte ihn das überhaupt nicht. "Meinst du, ich sollte jetzt einfach rübergehen und mich zu ihm ins Bett legen?", fragte ich, meinerseits überrascht von seinem Nicht-Überrascht-Sein.

"Das wäre sicher eine Möglichkeit. Aber du weißt ja, dass ich schon immer mal den Wusch hatte, dich jemandem direkt anzubieten. Du lässt mir dazu ja leider kaum Gelegenheit: Sehr oft ergreifst du selbst die Initiative, und wenn ich wirklich mal versuche, etwas anzuleiern (wie z.B. mit Alexander) – dann nimmst mir meist einfach das Ruder aus der Hand.

In diesem speziellen Falle, im Spannungsfeld Vater-Schwiegersohn-Tochter, käme mir als Ehemann ja eigentlich die Rolle des Störenfrieds, des Inzest-Verhinderers zu. Deshalb würde ich gerne ganz offiziell die gegenteilige Rolle einnehmen: Die des Vermittlers, des Kupplers. Du brauchst nicht groß zu überlegen und dich nicht mit Verführungskünsten abzuzappeln – ich sag' deinem Vater einfach, dass er dich nehmen soll. So ähnlich, wie du es bei anderen schon ein paarmal gemacht hast. Aber ich denke, bei deinem Vater hast du doch gewisse Hemmungen. Sonst hättest du mich gar nicht gefragt, oder?"

Dagegen war wenig zu sagen. "Bringst du mich gleich rüber?", fragte ich deshalb nur und stand schon halb auf. "Lass nur", hielt Reinhardt mich zurück. Ich habe schon eine Idee. Ich denke, dein Vater wird uns morgen wieder das Frühstück machen. Halte dich nicht wieder so zurück wie heute – bring ihn ruhig ein bisschen in Verlegenheit.

Weiter geht voraussichtlich im Herbst 2019 mit dem Band

"Virgo Deflorata – Auf der Suche nach den versäumten Gelegenheiten"


author: Reinhardt69 category: Sie und Er
Mamas Bitte
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